Worum geht es?

„Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht“, schreibt Heinrich Heine in seiner „Harzreise“. Damit wirklich alle, die sich gerade dort aufhalten, in den Genuß dieses schönsten aller Anblicke kommen, soll für das Projekt „Göttingen um 360° drehen“ die Stadt mindestens einmal vollständig um den „Nabel“ an der Kreuzung Weender Straße / Prinzenstraße / Theaterstraße als Achse gedreht werden.

drehnabel_01_quIm Juni haben Aktivisten der Partei Die PARTEI das schon einmal mit bloßen Händen probiert. Es bewegte sich aber: nichts. Offensichtlich braucht man hierzu eine geeignete Vorrichtung (Motor, Apparatur, Tretmühle, Wind- oder Wasserkraft – was weiß ich denn?), die am Nabel angebracht wird und mit deren Hilfe das Drehen bewerkstelligt werden kann.

Und hier ist der Einfallsreichtum aller gefragt, denen Heinrich Heine, Göttingen und dieses Projekt am Herzen liegen, seien es Künstlerinnen, Künstler, Erfinderinnen, Erfinder, geniale Handwerkerinnen oder Handwerker:

  1. Denken Sie sich eine solche Vorrichtung aus.
  2. Laden Sie sich Ihr Lieblingsbild aus der Nabelschau oder Nabelschau, die zweite auf den heimischen Rechner runter.
  3. Zeichnen Sie Ihre Konstruktion in das Bild hinein. Selbstverständlich sind auch andere Techniken wie Fotomontage o.ä. erlaubt, die Ihre Konstruktion veranschaulichen.
  4. Schicken Sie Ihr Werk bis zum 15. Oktober 2016 per E-Mail an 360 AT irrationale DOT net.
  5. Werke, die bis zum 12. Oktober 2016 per E-Mail an 360 AT irrationale DOT net angekündigt wurden, werden aber auch noch einige Zeit nach dieser Frist angenommen.

Jede Einsendung (wenn sie nicht gerade das sittliche Empfinden zu arg verletzt – das müssen wir uns vorbehalten) wird hier im Blog und auf der Facebookseite des Projekts veröffentlicht und kann von allen begutachtet und kommentiert werden. Die Rechte an allen eingesandten Werken bleiben vollständig bei den Künstlern.

Mindestens ein Vorschlag soll auch als Performance am Objekt in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Über die Auswahl entscheidet eine noch zu bildende Jury.

Und nun : frisch ans Werk!